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Pestizideinsatz in der Kratom-Produktion

Viele Anbieter aus Südostasien geben an, ohne Pestizide, Herbizide oder Fungizide zu arbeiten. Unsere Vor-Ort-Prüfungen zeigen jedoch, dass ein Teil der Produzenten weiterhin stark auf Agrochemie setzt.

Gründe für den Chemikalieneinsatz

Kratom wächst in Südostasien natürlicherweise gut und benötigt in der Regel keine chemische Unterstützung. Trotzdem werden Mittel häufig aus praktischen Gründen eingesetzt:

  • Schnelle Flächenräumung mit Herbiziden statt manueller Arbeit.
  • Schädlingsbekämpfung gegen Raupen und Insekten.
  • Fungizide gegen Blattflecken. Hintergrund sind meist niedrige lokale Kosten und etablierte Routinen, nicht agronomische Notwendigkeit.

Vergleich von Farmen

Wir haben benachbarte biologische und chemisch arbeitende Farmen direkt verglichen. Biologische Betriebe zeigten teils leichte Fraßspuren, lieferten jedoch stabile Erträge und gesunde Pflanzen. Der Qualitätsvorteil chemisch behandelter Flächen war gering und wirtschaftlich kaum relevant.

Risiken bei Lieferantenaussagen

Selbst ehrliche Lieferanten haben oft keinen vollständigen Überblick über alle Zulieferquellen. Eine saubere Referenzfarm reicht nicht aus, wenn das Gesamteinkaufsvolumen deutlich höher ist als deren Leistung. Prüfen Sie daher immer, ob die Farmkapazität zum angebotenen Gesamtvolumen passt.

Unsere Standards

Wir lehnen Kratom ab, das mit Pestiziden, Herbiziden, synthetischen Düngern oder Fungiziden in Kontakt war. Unsere Prüfstrategie kombiniert:

  • Vor-Ort-Audits mit Fokus auf Chemikalienlagerung und Anwendungsspuren.
  • Laborscreenings auf rund 500 gängige Substanzen bei Schlüsselchargen je Lieferant. Dieser mehrstufige Ansatz reduziert Risiken deutlich, auch wenn absolute Nullrisiko-Garantien in der Praxis nie vollständig möglich sind.

Für eine vollständige Due-Diligence empfehlen wir ergänzend Hygieneaudits, Maschinenprüfungen und unabhängige Labortests.